Warenkorbabbruch
Ein Warenkorbabbruch liegt vor, wenn ein Kunde Produkte in den Warenkorb legt, den Kauf aber nicht abschließt. Die Abbruchrate liegt laut Baymard Institute branchenübergreifend bei rund 70 Prozent.
Warenkorbabbrüche sind normal, aber teuer: Laut Baymard Institute werden etwa sieben von zehn gefüllten Warenkörben nie gekauft. Die häufigsten Gründe sind unerwartete Kosten (Versand, Zoll), Kontozwang, komplizierte Checkouts, fehlende Zahlarten, Sicherheitsbedenken und schlichtes Vergleichen oder Aufschieben.
Die erste Verteidigungslinie ist Prävention: Versandkosten früh und transparent kommunizieren, Gast-Checkout anbieten, relevante Zahlarten bereitstellen und den Checkout mobil reibungslos machen. Express-Optionen wie Shop Pay, Apple Pay und PayPal Express verkürzen den Weg zum Kauf erheblich.
Die zweite Linie ist Recovery: Abbrecher-E-Mails (in Shopify nativ oder über Tools wie Klaviyo), idealerweise als Serie mit Erinnerung und Nutzenargumenten, holen einen relevanten Teil der Käufe zurück. Retargeting über Meta und Google ergänzt das, funktioniert durch Consent-Pflicht aber nur für einen Teil der Nutzer. Rabatt-Codes in Abbrecher-Mails sollten sparsam eingesetzt werden, sonst trainierst du Kunden zum Abbrechen.
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