VorgehenWie gehen wir ein Checkout-Projekt an?
01Anforderungen sortieren
Jede Anforderung wird zugeordnet: UI Extension, Function, Branding, Warenkorb oder gar nicht möglich. Diese Sortierung entscheidet über Aufwand und Machbarkeit, nicht das Wunschbild.
02Bestand prüfen
Vorhandene Checkout-Anpassungen, Skripte, Apps und Pixel aufnehmen. Gerade bei älteren Plus-Shops liegen dort Reste, die nach der Ablösung von checkout.liquid nie aufgeräumt wurden.
03Entwurf im Editor
Platzierung der Erweiterungen im Checkout-Editor durchspielen, bevor Code entsteht. So wird früh sichtbar, welche Position es wirklich gibt und wie viel Platz sie hergibt.
04Bauen und ausrollen
Extensions und Functions als App entwickeln, versionieren und über die Shopify CLI ausrollen. Jede Änderung ist damit nachvollziehbar und rückholbar.
05Testen mit echten Fällen
Mehrere Länder, Zahlarten, Rabatte, Geschenkkarten, ausverkaufte Positionen und Express-Zahlungen durchspielen. Der Checkout ist die Stelle, an der Sonderfälle Geld kosten.
06Messen
Kaufabschlüsse, Abbrüche je Schritt und Fehlerraten beobachten. Eine Erweiterung, die den Abschluss verlangsamt, ist auch dann falsch, wenn sie fachlich richtig ist.
FAQHäufige Fragen zum Shopify Checkout
Was ist Checkout Extensibility?
Der Sammelbegriff für die Art, wie Shopify Anpassungen am Checkout heute zulässt: UI Extensions für sichtbare Bausteine, Functions für serverseitige Logik, Branding-Einstellungen für Gestaltung und der Checkout-Editor für die Platzierung. Zusammen ersetzen sie die frühere Anpassung über die Vorlagendatei checkout.liquid.
Wir haben noch alte checkout.liquid-Anpassungen. Was jetzt?
Die Datei wird nicht mehr ausgeliefert, die Anpassungen sind damit wirkungslos. Wir nehmen auf, was sie fachlich geleistet haben, und ordnen jede Anforderung neu zu: Extension, Function, Branding oder Verlagerung in den Warenkorb. Manches entfällt dabei ersatzlos, weil es heute anders gelöst wird.
Brauchen wir Shopify Plus für Checkout-Anpassungen?
Für Erweiterungen auf den eigentlichen Checkout-Seiten sowie für Zahlungs-, Versand- und Validierungslogik: ja. Ohne Plus bleiben Rabatt-Functions, Erweiterungen auf Danke- und Bestellstatus-Seite und die Basis-Gestaltung aus dem Admin. Für viele Shops trägt das erstaunlich weit. Wir prüfen deshalb vor jedem Konzept, welcher Anteil Deiner Anforderungen ohne Plus umsetzbar bleibt und was ein Wechsel tatsächlich kosten würde.
Wie kommt Tracking in den neuen Checkout?
Über die Pixel-Umgebung von Shopify statt über eingebundene Skripte. Pixel laufen abgeschottet, erhalten definierte Ereignisse und berücksichtigen den Einwilligungsstatus des Kunden. Das ist enger als früher, dafür bricht ein Marketing-Tag nicht mehr den Kaufabschluss. Praktisch heißt das: Ereignisse werden einmal sauber definiert und danach an alle Kanäle verteilt, statt jeden Dienst einzeln in den Checkout zu hängen.
Was ist der Unterschied zwischen Functions und Apps?
Functions werden als Teil einer App ausgeliefert, laufen aber innerhalb der Plattform, wenn Shopify Rabatte, Versand oder Zahlarten berechnet. Sie brauchen keinen eigenen Server und keine Antwortzeit über das Internet. Der App-Anteil dient vor allem der Konfiguration im Admin. Für Dich bedeutet das vor allem: keine Latenz im Kaufabschluss und keine Ausfälle durch einen fremden Server.
Können wir den Checkout gestalterisch an unsere Marke anpassen?
In definierten Grenzen. Farben, Schriften, Eckenradien, Abstände und Textbausteine lassen sich über die Branding-Konfiguration setzen, ergänzt um Logo und Hintergrundbilder. Ein freies Layout ist nicht vorgesehen - was für Stabilität und Konversionsrate meist eher ein Vorteil ist. Wo Marken wirklich mehr brauchen, liegt die Lösung fast immer vor dem Checkout - im Warenkorb oder auf der Produktseite.
Lässt sich Dein Checkout-Wunsch überhaupt bauen?
Schick uns Deine Anforderungen. Wir ordnen jede einzelne zu: Extension, Function, Warenkorb - oder ehrlich: geht nicht.