Shopify Dynamics NAV Integration
Wann sich die Kombination lohnt
Dynamics NAV läuft in vielen Häusern seit Jahren stabil, meist On-Premise und mit gewachsenen Anpassungen. Die Frage ist selten, ob NAV ersetzt wird, sondern wie der Shop daran andockt, ohne die bestehende Logik anzufassen. Genau das macht die Anbindung planbar: Das ERP bleibt, wie es ist.
Anders als bei Business Central gibt es hier keine mitgelieferte Shopify-Extension. Die Verbindung entsteht über die NAV-Webdienste oder über eine Middleware, die zwischen beiden Systemen vermittelt. Das ist kein Nachteil, aber es bedeutet: Die Schnittstelle ist ein eigenes Bauteil mit eigenem Betrieb, nicht ein Häkchen im ERP.
Welche Objekte synchronisieren in welche Richtung
Der Zuschnitt entspricht dem klassischen ERP-Muster: Stammdaten und Belege im NAV, Bestellungen und Kundenkonten im Shop.
| Objekt | Richtung | Führendes System | Hinweis |
|---|---|---|---|
| Artikel | → Shopify | Dynamics NAV | Über Webdienste oder Exportjobs, oft eingeschränkt auf ein shopfähiges Teilsortiment. |
| Bestand | → Shopify | Dynamics NAV | Verfügbarkeit statt Rohbestand, mit Reservierungen und Sicherheitsbestand gerechnet. |
| Preise | → Shopify | Dynamics NAV | Aus den NAV-Verkaufspreisen, Aktionspreise bleiben in Shopify. |
| Aufträge | Shopify → | Shopify | Shopify legt an, NAV übernimmt als Verkaufsauftrag über den Integrationsdienst. |
| Kunden | ↔ beidseitig | Geteilt je Feld | Anlage im Shop, Debitorenzuordnung und Dublettenprüfung im NAV. |
| Lieferungen | → Shopify | Dynamics NAV | Warenausgang aus NAV, Tracking zurück in den Shopify-Auftrag. |
| Gutschriften | → Shopify | Dynamics NAV | Verkaufsgutschrift im NAV, Status und Rückerstattung in Shopify. |
Welches Integrationsmuster trägt
NAV-Webdienste direkt
SOAP- und OData-Dienste lassen sich direkt ansprechen. Das spart eine Zwischenschicht, verlagert aber Fehlerbehandlung, Wiederholläufe und Protokollierung in den aufrufenden Dienst. Für wenige Objekte und überschaubare Mengen funktioniert das gut.
iPaaS mit NAV-Anbindung
Integrationsplattformen mit fertigen NAV-Bausteinen nehmen Dir Monitoring und Wiederholläufe ab. Bei On-Premise-Installationen kommt ein sicherer Zugang von außen dazu, meist über einen Agenten im eigenen Netz.
Eigene Middleware
Der übliche Weg bei stark angepasstem NAV. Ein eigener Dienst hält die Übersetzung zwischen Shop- und ERP-Modell an einer Stelle und übersteht später auch einen Wechsel auf Business Central, weil nur eine Seite getauscht wird.
Typische Fallstricke
Individuelle Objekte
Gewachsene NAV-Installationen enthalten oft eigene Tabellen und Felder aus früheren Projekten. Was der Shop davon braucht, muss benannt werden, sonst baut die Schnittstelle auf Feldern, die niemand mehr pflegt.
Zugriff auf eine On-Premise-Umgebung
Shopify ruft von außen an. Ein Server im eigenen Netz braucht dafür einen kontrollierten Weg nach draußen, inklusive Zertifikaten und Wartungsfenstern. Das ist eher eine IT- als eine Shop-Frage und wird gern zu spät gestellt.
Auslaufender Produktsupport
Der Mainstream-Support der letzten NAV-Versionen ist ausgelaufen. Das macht die Anbindung nicht unmöglich, aber jede Schnittstelle sollte so geschnitten sein, dass ein späterer Wechsel auf Business Central nicht die halbe Integration mitnimmt.
Häufige Fragen
Gibt es einen fertigen Shopify-Connector für NAV?
Lohnt sich die Anbindung, wenn ohnehin ein ERP-Wechsel ansteht?
Wie kommt Shopify an ein System im eigenen Rechenzentrum?
Welche Daten sollten in NAV bleiben?
Wie geht die Integration mit Ausfällen um?
Verwandte Integrationen
Weitere Projekte
Unklar, welches Muster Dein Setup trägt?
30 Minuten Erstgespräch. Wir schauen auf Deine Systeme, klären welche Daten wohin gehören und geben eine klare Einschätzung, bevor gebaut wird.
Kostenlos und unverbindlich · 30 Min.






























