VorgehenWie läuft ein Designprojekt für Shopify ab?
01Bestandsaufnahme
Aktuelles Theme, Analytics, Session Recordings und Support-Anfragen ansehen. Wir wollen wissen, wo Nutzer heute hängenbleiben, bevor wir etwas Neues zeichnen.
02Struktur
Seitentypen, Navigation und Inhaltsbausteine festlegen. Ergebnis ist eine Liste von Sections und Blocks, die später genau so im Theme existiert.
03Designsystem
Typo-Skala, Farbrollen, Abstände, Zustände und Komponenten definieren. Alles bekommt einen Namen, der auch im Code und in den Theme-Settings trägt.
04Templates
Die Seitentypen im System durchgestalten, inklusive Sonderfälle: lange Produktnamen, fehlende Bilder, ausverkaufte Varianten, dreistellige Preise in Fremdwährung.
05Prototyp und Test
Kritische Flows klickbar machen und mit echten Nutzern oder dem Team durchgehen. Änderungen sind an dieser Stelle noch billig, im Theme sind sie es nicht mehr.
06Übergabe und Begleitung
Designsystem, Komponenten und Sonderfälle gemeinsam mit der Entwicklung durchgehen. Danach prüfen wir die Umsetzung im echten Theme, nicht im Bildvergleich.
FAQHäufige Fragen zu UX/UI für Shopify
Was unterscheidet Shopify-Design von normalem Webdesign?
Ein Shopify-Entwurf trifft auf ein festes Datenmodell aus Produkten, Varianten, Kollektionen und Metafeldern. Wer dagegen gestaltet, produziert Sonderlogik im Theme. Dazu kommt der Checkout: Er ist weitgehend vorgegeben und lässt sich nur innerhalb definierter Grenzen anpassen, was Layoutideen früh einschränkt.
Brauchen wir ein neues Theme oder reicht ein Redesign im Bestand?
Das entscheidet der Zustand des Codes, nicht der Wunsch nach neuem Aussehen. Ist das Theme sauber strukturiert und nur optisch veraltet, reicht ein Redesign auf der bestehenden Basis. Sind Templates über Jahre mit Sonderfällen und App-Resten überlagert, ist ein neues Theme meist günstiger als jede Reparatur.
Wie hängen Designsystem und Theme-Settings zusammen?
Ein Designsystem, das nur in Figma existiert, driftet nach dem ersten Sprint auseinander. Wir legen Farbrollen, Typo-Skala und Abstände als Theme-Settings und CSS-Variablen an. Änderungen laufen danach über den Theme-Editor und wirken überall gleichzeitig, ohne dass jemand Templates anfassen muss.
Testet Ihr Entwürfe mit echten Nutzern?
Bei allem, was mehr als ein Klick ist: ja. Varianten-Auswahl, Konfiguratoren, Filter und Checkout-Vorstufen bewerten wir im klickbaren Prototyp mit Menschen aus der Zielgruppe. Für Detailfragen an einer laufenden Seite ist ein A/B-Test aus dem CRO-Bereich der ehrlichere Weg als eine Meinungsrunde.
Wie kommt Barrierefreiheit ins Design?
Als Anforderung an den Entwurf, nicht als Prüfung danach. Kontrastwerte, Fokusstile, Zielgrößen für Touch, sichtbare Beschriftungen und eine sinnvolle Überschriftenhierarchie werden im Designsystem festgelegt. Nachträglich eingebaut kostet dasselbe Ergebnis ein Vielfaches - und zwingt oft zu optischen Kompromissen. Im Zweifel entscheidet der Kontrast über das Farbkonzept, nicht umgekehrt.
Arbeitet Ihr mit unserem bestehenden Designteam zusammen?
Ja. Häufig übernehmen wir den Shopify-spezifischen Teil: Übersetzung der Marke in Theme-Bausteine, Zustände, Sonderfälle und die Abstimmung mit der Entwicklung. Die Markenführung bleibt dann bei Deinem Team oder Deiner Leadagentur. Wir brauchen dafür nur klare Zuständigkeiten für Entscheidungen. Alles andere führt zu Entwürfen, die niemand freigibt, und zu Diskussionen im Sprint.
Passt Dein Shop noch zu Deiner Marke?
Wir sehen uns Theme, Templates und Zahlen an und sagen Dir, ob ein Redesign, eine Optimierung oder erst einmal gar nichts ansteht.