VorgehenWie läuft ein Integrationsprojekt ab?
01Systeme aufnehmen
Wir erfassen die vorhandene Landschaft: ERP, PIM, WMS, CRM, Middleware, Marktplätze und Altschnittstellen - inklusive der Excel-Listen, die faktisch Teil des Prozesses sind.
02Datenhoheit festlegen
Für jedes Objekt - Artikel, Preis, Bestand, Kunde, Auftrag, Retoure - wird das führende System benannt und schriftlich festgehalten. Diese Tabelle ist das eigentliche Ergebnis der Analysephase.
03Integrationsmuster wählen
Erst jetzt fällt die Entscheidung zwischen fertiger App, iPaaS-Plattform und eigener Middleware. Sie hängt an Volumen, Transformationstiefe, Fehlertoleranz und internem Know-how.
04Strecken bauen
Jede Strecke bekommt Mapping, Validierung, Idempotenzschlüssel, Fehlerkanal und Wiederanlauf. Entwickelt wird gegen Testinstanzen mit realistischen Datenmengen.
05Schrittweise live gehen
Wir starten mit der Strecke, die den geringsten Schaden anrichtet, wenn sie klemmt, und arbeiten uns zu Auftrag und Finance vor. Nach jedem Schritt wird abgeglichen.
06Betreiben und nachschärfen
Monitoring, Alerting und ein regelmäßiger Abgleich zwischen den Systemen gehen in den Betrieb über - mit dokumentiertem Vorgehen für den Fall, dass ein Datensatz doch abweicht.
FAQHäufige Fragen zu ERP-, PIM- und Middleware-Anbindung
Wann braucht ein Shop ein ERP?
Sobald Bestände, Preise und Aufträge an mehreren Stellen gepflegt werden und Abweichungen Geld kosten. Typische Auslöser sind mehrere Verkaufskanäle, Teillieferungen, Chargen oder eine Buchhaltung, die Belege manuell nachträgt. Bis dahin reichen Shopify und ein diszipliniert gepflegter Artikelstamm in den meisten Fällen aus.
Wann brauchst Du ein PIM statt Shopify-Metafeldern?
Shopify-Metafelder tragen erstaunlich weit. Ein PIM lohnt sich, wenn mehrere Kanäle dieselben Produktdaten in unterschiedlichen Ausprägungen brauchen, wenn mehrere Sprachen redaktionell gepflegt werden oder wenn Vollständigkeit vor der Veröffentlichung erzwungen werden soll. Auslöser ist der Pflegeprozess, nicht die Anzahl der Felder.
Was ist der Unterschied zwischen ERP und PIM?
Das ERP führt betriebswirtschaftliche Daten: Artikelstamm, Preise, Bestände, Aufträge, Rechnungen. Das PIM führt vermarktungsrelevante Produktdaten: Beschreibungen, Attribute, Bilder, Übersetzungen, Kanalzuordnung. Beide teilen sich die Artikelnummer als Klammer. Wer beide Rollen in ein System zwingt, bekommt am Ende entweder schlechte Buchhaltung oder schlechte Produktdaten.
Brauchst Du eine Middleware oder reicht eine App?
Eine App reicht, solange Dein ERP zum Standard des Connectors passt und Du seine Feldlogik akzeptierst. Sobald Du eigene Transformationsregeln, mehrere Zielsysteme, Priorisierung oder eigene Fehlerbehandlung brauchst, wird eine Middleware oder eine iPaaS-Schicht günstiger als der Dauerbetrieb von Workarounds.
Wie verhinderst Du doppelte Aufträge im ERP?
Über Idempotenz: Jede Nachricht bekommt einen eindeutigen Schlüssel, in der Regel die Shopify-Order-ID, und das Zielsystem prüft vor dem Anlegen, ob dieser Schlüssel bereits existiert. Dazu kommt eine Warteschlange mit kontrolliertem Wiederanlauf statt blinder Wiederholungen bei Zeitüberschreitungen.
Was kostet eine Systemintegration?
Der Aufwand hängt an der Anzahl der Strecken, an der Transformationstiefe und am Zustand der Altdaten - nicht an der Größe des Shops. Verlässlich schätzbar wird es erst, wenn die Datenhoheit je Objekt geklärt ist.
Und wenn wir SAP einsetzen?
Dann ist diese Seite die Übersicht und unsere SAP-Seite der konkrete Fall. S/4HANA, ECC und Business One haben eigene API-Flächen, eigene Governance-Anforderungen und ein Datenmodell, das den Takt vorgibt. Die Muster von hier gelten weiterhin, die Umsetzung beschreiben wir dort im Detail.
Weißt Du, welches System bei Euch führt?
Wir nehmen Deine Systemlandschaft auf, klären die Datenhoheit je Objekt und sagen Dir, welches Integrationsmuster für Deinen Fall trägt.